Branchennews
Fraunhofer ISE nimmt Megawattlabor für Solarwechselrichter in Betrieb
Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat in Freiburg sein Megawattlabor für...
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Dr. Matthias Neef zum Professor für Thermodynamik und Kraftwerkstechnik an der FH Düsseldorf ernannt
Am Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik der Fachhochschule Düsseldorf hat zum 1....
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Fachtagung zum Thema „Erneuerbare Energien“ an der Hochschule Harz
Die Hochschule Harz beteiligt sich an den bundesweiten Aktionstagen der Deutschen UNESCO-Kommission...
[mehr]RENEXPO 2010 - 7.–10. Oktober 2010, Augsburg
Gemeinschaftsstand Bayern Innovativ - Halle 3, Stand...
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Leistungsträgern auf der Spur – ATB-Wissenschaftler erforschen die Mikrobiologie von Biogasreaktoren
Welche Mikroorganismen sind am Besten für die Biogasproduktion geeignet? Wie lassen sich...
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Arbeitsmarkt
Die Energiebranche in Deutschland ist pluralsitisch strukturiert. Die einzelnen Teilmärkte weisen unterschiedlichste Unternehmenstrukturen auf. Die Strukturen reichen von einem Unternehmen im Steinkohlebergbau bis hin zu etwa 1.100 Unternehmen im Bereich der Elektrizitätsversorgung. Die Energiewirtschaft erfüllt eine Schlüsselfunktion für den Standort Deutschland. Weiterhin besitzt die Energiebranche auch große gesamtwirtschaftliche Relevanz in Hinblick auf Investitionen, Wertschöpfung und vor allem Beschäftigung. Im Bereich der Investitionstäigkeit nimmt die Energiewirtschaft eine Spitzenstellung ein. Die Anzahl der in der Energiewirtschaft Beschäftigten hat sich zwar seit 1990 halbiert, besitzt aber dennoch nach wie vor mit etwa 240.000 Personen in Bergbau, Erdöl- und Erdgasgewinnung, der Mineralölverarbeitung sowie der Strom-, Gas- und Fernwärmeversorgung beschäftigungspolitisches Gewicht.
Herausforderungen der Branche
Nach dem Erfolgsjahr 2007 blicken die deutschen Energieversorger nur noch verhalten in die Zukunft. Laut einer Studie der Unternehmensberatung Steria Mummert und dem F.A.Z.-Institut rechnet jedes zweite Unternehmen in den kommenden drei Jahren mit einer Geschäftsentwicklung, die hinter dem allgemeinen Wirtschaftswachstum zurückbleibt. Vor allem drei Faktoren werden die Branche in den kommenden Jahren belasten: der Effizienzzwang in einem stärker regulierten Energiemarkt, der gestiegene Wettbewerb sowie das Thema Klimawandel. Die Rahmenbedingungen auf dem deutschen Energiemarkt werden sich spürbar verändern.
Die sogenannte Anreizregulierungsverordnung (ARegV) scheint die größte Herausforderung für den Geschäftsbetrieb der Versorger zu sein. Im Rahmen des staatlich verordneten Sparkurses muss sich jeder Netzbetreiber ab Januar 2009 an dem effizientesten Versorger der Branche ausrichten. Vor allem die kleinen und mittleren Strom- und Gasnetzbetreiber sind in ihrer Existenz bedroht. Gerade diese werden die strengen Effizienzanforderungen nur schwer erfüllen können. Die deutschen Energieversorger müssen auf diese Herausforderung reagieren. Bis 2010 werden sicher viele der Stromversorger verstärkt in das Geschäftsprozessmanagement investieren. Dabei stehen vor allem ein schärferes Controlling und Maßnahmen zur Kostenminimierung im Vordergrund.
Die Branche befürchtet weitere staatliche Regulierungsvorhaben sowie weitere Verschärfungen der Marktregulierung. Neben der Regulierung schmälert der schärfere Wettbewerb um den Endkunden die Wachstumsaussichten der Energieversorger. Das Invesittionsvolumen der Energiebranche wird sicher weiterhin recht groß bleiben, da viele Kraftwerke in die Jahre gekommen sind. Dies bedeutet neben den durch staatliche Regulierung erzwungenen Sparmaßnahmen auf der einen Seite auch einen kleinen beschäftigungspolitischen Aufwärtstrend, insbesondere für Ingenieure, auf der anderen Seite.
Hoffnungsträger Erneuerbare Energien
Erfreulicherweise hat das Wachstum der erneuerbaren Energien in Deutschland innerhalb einer relativ kurzen Zeit zu einem Anstieg der Beschäftigtenzahl geführt. Die Zahl der Beschäftigten ist von etwa 157.000 im Jahr 2004 auf rund 214.000 im Jahr 2006 angestiegen. Dies entspricht einem Zuwachs von mehr als 30 Prozent. Im Bereich Biomasse sind etwa 95.400 Mitarbeiter, in der Windbranche 90.000 und in der Solarbranche 40.000 beschäftigt. Bis 2020 rechnet man in der Windindustrie mit 110.000 Beschäftigten, und nach dem Bundesverband Solarwirtschaft soll die Zahl der Beschäftigten in der Solarbranche bis auf 200.000 steigen. Unternehmen sind überzeugt, dass insbesondere im Bereich der festen Biomasse und der Fotovoltaik die Beschäftigungszahlen bis 2010 um mehr als 100 Prozent ansteigen werden.
Auch in den Bereichen Wind, Biogas, Geothermie und Solarthermie sind Unternehmen stark zuversichtlich und erwarten Zuwachsraten in der Beschäftigung zwischen 30 und 55 Prozent. Dagegen ist die Erwartung für den Bereich Wasserkraft nicht so hoch. Unternehmen gehen davon aus, dass hier die Beschäftigtenzahl nur um etwa 4 Prozent steigen wird. Außerdem glauben 68 Prozent der Unternehmen, dass Deutschland weit und breit der attraktivste Unternehmensstandort ist. Das ist sicherlich u.a. auf die wirkungsvollen politischen Maßnahmen zur Markteinführung von erneuerbaren Energien zurückzuführen.
Diese Entwicklungen bergen Chancen für junge Absolventen mit der richtigen Ausbildung in der spannenden Energiwirtschaft unterzukommen. In welchen Berufsfelder dies möglich ist lesen Sie unter Berufswelt Energiebranche.


