Mineralöl

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Mineralöl ist die Basis einer Vielzahl von chemischen Produkten die aus unserem alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken sind. Ganz vorne stehen natürlich die Diesel- und Ottokraftstoffe, Flugkraftstoffe, Heizöle und Schmieröle. Der deutsche Mineralölbedarf wird zu etwa 97 % aus Importen gedeckt. Nur der kleine verbleibende Teil wird in Deutschland bzw. in deutschen Küstengewässern gefördert. Bei der Erdölförderung in Deutschland sind vor allem die Firmen Wintershall, RWE DEA, Gaz de France sowie die BEB Erdags und Erdöl Gmbh, als Tochter von Esso und Shell, aktiv. Weitere deutsche Unternehmen sind aber an der Rohölförderung im Ausland beteiligt.

Deutschland bezieht seine Erdölbedarfe aus der ganzen Welt. 2007 gehörten Lybien, Großbritannie, Norwegen  und Russland mit Abstand zu den größten Handelspartner in Sachen Rohöl. Die Rohölverarbeitung, in 2007 ein Volumen von immerhin Mio. 120 t/Jahr, findet in 14 Raffinerien statt. Anteilseigner an diesen Raffinerien sind die großen Mineralölgesellschaften wie Shell, ConocoPhillios, OMV, Esso usw.

Der Vertrieb der Mineralölerzeugnisse erfolgt abhängig vom Kunden über verschiedene Wege. Die Industrie bezieht als Großabnehmer diese direkt vom Hersteller bzw. über den Großhandel. Der Endkunde bezieht Mineralölprodukte im Einzelhandel bzw. an den Tankstellen. 21 % des gesamten Absatzes an Mineralölprodukten in Deutschland entfallen auf die Ottokraftstoffe, die bekanntermaßen über die Tankstellenetze der großen Mineraölgesellschaften zu den Endverbrauchern gelangt. Laut einer Erhebung des Energie-Informationsdienstes betreibt Aral im Jahre 2008 mit 2.330 Strassen- und 70 Autobahntankstellen die meisten in Deutschland. Es folgen Shell mit etwa 2.200 und Esso mit etwa 1.200 Tankstellen.